| Pressebericht am 14. Oktober 2009 | Download zum Pressebericht | |
Signale des Unbewussten an den Körper Unerfüllter Kinderwunsch : Neue RTL 2-Serie über Methoden der Naturheilkunde mit Heilpraktikerin Claudia Ernst „Ohne ein Kind hat mein Leben keinen Sinn“. Wenn die Darmstädter Heilpraktikerin Claudia Ernst von einer Patientin mit Kinderwunsch solche Worte hört, furcht sich ihre glatte Stirn. Vorsichtig bohrt sie nach: Was fehlt Ihnen denn in dem Leben, das Sie heute führen? Was könnte ein Kind, das ja ureigene Bedürfnisse hat, daran ändern? Bis zu einem gewissen Grad, glaubt Claudia Ernst, kann die Naturheilkunde unfruchtbaren Paaren – das sind geschätzt 10 bis 15 Prozent aller Paare – zu ihrem Wunschkind verhelfen. | Claudia Ernst |
Freilich, ohne die Schulmedizin geht es dabei meistens nicht. Was sie aus ihrem Fachgebiet zusätzlich beisteuern kann, sind Methoden, die Fruchtbarkeit anzuregen und Angstblockaden abzubauen.
Wie das funktionieren kann, wird sie in der achten Folge der am 27. Oktober bei RTL 2 startenden Doku-Serie „Wunschkinder – der Traum vom Babyglück“ erklären. Der Kontakt zu den beiden Filmemacherinnen Keti Vaitonis und Marion Schlüter – die selbst keine Kinder haben – kam über das Internet zustande. Die Heilpraktikerin fiel ihnen auf, weil sie eine CD mit „Tipps aus der Naturheilpraxis bei Kinderwunsch“ auf den Markt gebracht hat. Die CD enthält Anleitungen zur Entspannung und zur aktiven Nutzung der Kraft des Unterbewusstseins. Nach längerem Vorgespräch wurden im Oktober vorigen Jahres die Filmaufnahmen in Claudia Ernsts geschmackvoller, nach der asiatischen Wohlfühllehre Feng Shui eingerichteten Praxis gemacht.
Das RTL-Team erzählte der Darmstädterin, dass manche der interviewten Paare sogar bereit sind, Haus und Hof zu verkaufen, nur um ein Baby zu bekommen. Dafür nähmen sie lange Fahrten zu Kinderwunschzentren und Hormonbehandlungen in Kauf und übten Geschlechtsverkehr nur nach dem Zykluskalender aus. Einige suchten ihr Glück im Ausland, wo Eizellenspenden – anders als in Deutschland – nicht verboten sind.
Je unerreichbarer die Schwangerschaft scheint, um so kostbarer und wertvoller wird das Ungeborene für das kinderlose Paar. Es soll Heilsbringer, Sinnstifter oder sogar Kitt für zerbröckelnde Partnerschaften sein.
Nach der künstlichen Befruchtung mit anschließendem Embryotransfer schwanken die Frauen jedesmal zwischen Hoffnung und Angst: Wird es wohl diesmal mit den Nachwuchs klappen? Groß sind dann Enttäuschung, Selbstzweifel und unbewusste Schuldzuweisungen, wenn sich das im Labor in der Petri-Schale befruchtete Ei in der Gebärmutter nicht einnistet. Und dann beginnt die aufwendige, 3000 bis 5000 Euro teure medizinische Prozedur wieder von vorne.
Zu Claudia Ernst kommen sowohl Paare, die noch ganz am Anfang stehen und keine Erfahrungen mit der High-Tech-Medizin gemacht haben, als auch solche, die sich bereits in medizinischer Behandlung befinden. Bieten kann sie ihnen außer Akupunktur, Hypnose – den Zustand tiefer Entspannung, der die direkte Ansprache des Unterbewusstseins ermöglicht – und einer speziellen Massage an Bauch und unterem Rücken (die der Partner zuhause fortsetzen kann) Wege zur Selbsterkenntnis. Kurz gesagt: Unterschiedliche Beiträge zur Lösung mentaler Blockaden.
„Der Körper muss erkennen, was der Geist will“, sagt sie. „Denn die Natur weiß schon, was sie tut“. Oft aber seien die Signale der Frauen widersprüchlich. Um für sich herauszufinden, was man wirklich wolle, müsse man das eigene Leben beleuchten.
Viele Frauen um die 35 hätten unterschwellig die Furcht, ein Kind könnte ihre Freiheiten einschränken. Die Heilpraktikerin rät ihnen, einen Blick in die Zukunft zu wagen und sich konkret vorzustellen, was sich durch ein Kind in ihrem Leben verändern würde. Blockierend könnte sich auch eine schlechte Beziehung zu den eigenen Eltern auswirken, glaubt Claudia Ernst, „das bindet Energie“. Wer sich mit seinen Eltern versöhnt, könne sich befreit neuen Aufgaben zuwenden. Frauen mit Kinderwunsch schlägt sie vor, sich ein Baby in ihrem Bauch vorzustellen. Wie ist das Gefühl, so ein kleines, weiches, schutzbedürftiges Geschöpf später im Arm zu halten? Die Frauen sollten sich selbst in die Rolle ihres Kindes hineinversetzen. Ist es wirklich von beiden Partnern gewünscht? Mit welchen Erwartungen wird das noch Ungeborene überschüttet? Wieviel Raum in ihrem Leben werden ihm die Eltern geben können oder wollen?
Claudia Ernst erzählt von einer ihrer Patientinnen Ende dreißig bei der es gelang, den Zyklus positiv zu beeinflussen. Und von einem Mann, dessen Spermienproduktion nach mehreren Akupunktur- und Hypnosebehandlungen angekurbelt wurde. Sie führt dies auf die Überwindung von Ängsten zurück. Allen Patientinnen und Patienten macht sie aber auch klar, dass die Welt nicht untergeht, wenn man alle Möglichkeiten fürs Kinderkriegen ausgeschöpft und trotzdem keinen Erfolg gehabt hat.
Eines der von ihr betreuten Paare wird in der Fernseh-Doku-Soap über seine Probleme und Hoffnungen berichten. Beide Partner sind zur Zeit stark angespannt, weil sie ein Haus bauen. Platz für ein Kind wäre da – warum will es nicht kommen?
Petra Neumann-Prystaj
14.10.2009
